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Kaffeebündnis - Eine Kampagne von WirsindKaffee.com in Zusammenarbeit mit der SEZ

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Abschaffung der Kaffeesteuer auf fairen Kaffee – Das Kaffeebündnis begrüßt Ankündigung von Entwicklungsminister Müller mit Skepsis

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Die Ankündigung von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, die Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee abschaffen zu wollen, ist ein erster Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Kaffeegeschäft. Das Kaffeebündnis begrüßt die Ankündigung dieses Schritts, ist aber der Ansicht, dass dies bei weitem nicht ausreicht.

Viele Versuche bereits gescheitert

Ökologisch und sozial nachhaltiger Kaffee muss zum ganz normalen Alltagskaffee werden. Dies ist nach Ansicht des Kaffeebündnis aber nicht möglich, wenn nur an der Steuerschraube für fairen Kaffee gedreht wird. Das haben schon viele versucht und sind jedes Mal kläglich damit gescheitert.

Abschaffung der Kaffeesteuer allein reicht nicht

Zwei Argumente werden immer bemüht, wenn es um die Abschaffung der Kaffeesteuer für fair gehandelten Kaffee geht. Das erste: Der faire Kaffee wird billiger, also können sich mehr Verbraucher und Verbraucherinnen den Kaffee leisten, also wird auch mehr getrunken. Das zweite: Unser Kaffeekonsum darf nicht zulasten der Produzentinnen und Produzenten und der Natur in den Anbauländern gehen.

Das Kaffeebündnis ist der Ansicht, dass beides mit der Abschaffung der Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee nicht erreicht wird. Denn die Abschaffung der Kaffeesteuer auf fair gehandelten Kaffee würde allen anderen Kaffee diskriminieren. Und zwar unabhängig davon, ob er nachhaltig und fair ist, aber aus irgendwelchen Gründen kein Fair-Trade-Label hat. Denn bei der gegenwärtigen Diskussion und auch bei der Ankündigung von Minister Müller steht im Hintergrund das Fair-Trade-Siegel, einer der privaten Standards, die es auf dem Markt gibt.


Einseitige Abschaffung der Kaffeesteuer führt zu Marktverzerrung


In verschiedenen Studien, die in der jüngsten Vergangenheit veröffentlicht wurden, wurde nachgewiesen, dass das Fair-Trade-Siegel keineswegs das hält, was es verspricht. Nämlich vor allem bessere Lebensbedingungen für die Bäuerinnen und Bauern durch höhere Preise. Die Fair-Trade-Preise, so die Aussage der Studien, reichen keinesfalls zum Leben aus.

Ein weiteres Argument, das aus Sicht des Kaffeebündnis gegen eine einseitige Steuerbefreiung von fairem Kaffee spricht, ist die Marktverzerrung. Man kann davon ausgehen, dass der Einzelhandel dies als Signal für einen Preiskampf im gesamten Kaffeesegment werten würde. Das würde bedeuten – Preissenkung auf breiter Front. Wenn fair gehandelter Kaffee in einer solchen Situation keine Marktanteile verlieren will, muss hier der Preis ebenfalls gesenkt werden. Die Verlierer wären eindeutig die Kaffeebauern und Kaffeebäuerinnen, denen eigentlich mit dem Mehr an verkauftem fairem Kaffee geholfen werden soll.


Einseitige Abschaffung der Kaffeesteuer fördert Betrug

Und noch ein Argument spricht gegen eine einseitige Abschaffung der Kaffeesteuer auf fairen Kaffee. Wer kontrolliert denn, ob auch tatsächlich fairer Kaffee drin ist, wo fairer Kaffee drauf steht? Wenn durch die entfallende Steuer fairer Kaffee plötzlich lukrativ wird, dann wird damit auch der Betrug mit fairem Kaffee ein gutes Geschäft. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass die einzelnen Organisationen vor Ort mit der Kontrolle überfordert wären.

Wer bestimmt, was fairer Kaffee ist?

Eine übergeordnete und unabhängige Organisation wäre nach Ansicht des Kaffeebündnis erforderlich, um solche Kontrollen durchzuführen. Damit im Zusammenhang stellt sich auch die Frage, nach welchem Standard wird kontrolliert? Nach dem von Fair Trade? Nach dem von utz oder nach dem der Rainforest Alliance? Eine Frage, die geklärt werden muss, ehe man über die Abschaffung der Kaffeesteuer für fair gehandelten Kaffee diskutiert.

Kaffeebündnis gegen die Abschaffung der Kaffeesteuer für fairen Kaffee

Das Kaffeebündnis ist der Ansicht, dass die Abschaffung der Kaffeesteuer für fair gehandelten Kaffee der falsche Weg ist, um mehr Nachhaltigkeit im Kaffeeanbau und im Kaffeekonsum zu erreichen.

Kaffeebündnis fordert die Einführung des Kaffeecent

Um das zu erreichen, fordert das Kaffeebündnis die Einführung des Kaffeecent. Dieses Geld könnte beispielsweise für den Aufbau einer neutralen staatlichen Zertifizierung für fairen Kaffee verwendet werden und für den Aufbau der notwendigen Kontrollorgane.

Eine weitere zentrale Forderung ist die nachprüfbare Einhaltung der CSR-Richtlinie bei großen Kaffeeunternehmen und die verbindliche Einhaltung der Menschenrechte im Kaffeesektor.

Das Kaffeebündnis ist eine Kampagne des Social Businessunternehmens WirSindKaffee.com. Das Unternehmen führt von jedem verkauften Kilo Kaffee seiner Marke Tangore® einen Euro an das Kaffeebündnis ab. Unterstützen und genießen Sie.

Lesen Sie auch den Beitrag von der Wirtschaftswoche weiter

Das Kaffeebündnis im Interview bei Weltsichten.org weiter

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