Guter Kaffee beginnt hier! .... und hier! 

Kaffeebündnis - Eine Kampagne von WirsindKaffee.com in Zusammenarbeit mit der SEZ

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Photographers and Artist for social change

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Die Fotografin Michele Zousmer erzählt, was sie in Costa Rica mit den Hidden Coffee Kids erlebt hat. Sie hat für das Kaffeebündnis ihre Erlebnisse aufgeschrieben und ihre Fotos zur Verfügung gestellt. Dafür bedanken wir uns herzlich.
 

Kleine Kinder, schwere Körbe

Eigentlich kam ich nach Costa Rica, um die Arbeit von Dr. Pablo Ortiz und seinen Medizinstudenten zu dokumentieren. Er lebt in San Vito im Distrikt Coto Brus, nicht weit weg von der Grenze zu Panama.

Pablo Ortiz ist Direktor des staatlichen Gesundheitsdienstes in der Region. Studierende aus der ganzen Welt kommen zu ihm, um bei und mit ihm zu arbeiten. Sie gehen mit ihm hinaus auf die Kaffeefelder, bauen einfache Sonnendächer auf und halten mit ihm dann die Sprechstunde für die Kaffeearbeiter und Kaffeearbeiterinnen ab. Sie unterrichten Hygiene, machen Sexualerziehung und verteilen Kondome, sie impfen die Kinder und sorgen so wenigstens für eine medizinische Basisbetreuung.
 
Während dieser Versorgungseinsätze traf ich auch die Kinder, die mit ihren Eltern auf den Kaffeefeldern arbeiteten. Auch kleine Kinder mit schweren Körben, die sie um den Körper gebunden hatten. Nachdem ich dies gesehen hatte, ging ich jeden Tag mit den Medizinstudenten auf die Felder und traf dabei unzählige Kinder, die mehr als zehn Stunden arbeiteten und während dieser Zeit kaum was zu essen hatten. Die Eltern erzählten uns, sie hätten niemanden, der auf ihre Kinder aufpasse, während sie arbeiten. Daher würden sie die Kinder mit aufs Feld nehmen.
 
Dr. Ortiz ist ständig bemüht, das Leben dieser Arbeiter und Arbeiterinnen zu verbessern. Sie gehören zum Volk der Ngobe, dessen Angehörige in Costa Rica und Panama leben. Die Kaffeesaison ist für sie die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen. Bezahlt werden sie nach der Menge der geernteten Kaffeekirschen. Daher denke ich, dass die Eltern ihre Kinder zur Arbeit ermutigen, damit sie am Ende des Tages ein paar mehr Säcke mit Kaffeekirschen abliefern können.
 
Für mich ist das Schlimmste an der ganzen Geschichte, dass ausschließlich die Männer am Samstag das Geld für die Arbeit kriegen. Bis zum Sonntag haben sie das meiste davon in Alkohol umgesetzt. Die Frauen und Kinder werden für ihre Arbeit nicht bezahlt, zumindest nicht so, dass sie was davon haben. Dr. Ortiz versucht, dies zu ändern.



 

Von wegen spielen. Schon für die Kleinen heißt es ab in die Kaffeefelder und arbeiten, so gut sie können. Das ist ganz normal auf den Kaffeeplantagen in Coto Brus im Süden von Costa Rica. In dem Korb, den das Mädchen auf dem Rücken trägt, kommen die Kaffeekirschen, die ihre älteren Geschwister pflücken.



Jede Kaffeekirsche zählt, die abends zusätzlich im Sack ist. Die Eltern der Kaffeekinder verdienen mit dem Pflücken der Kaffeekirschen so wenig Geld, dass es für die Familie kaum zum Leben reicht. Je mehr Kinderhände helfen, desto mehr verdient die Familie. Gegen Armut hilft die Kinderarbeit trotzdem nicht.

 



 

Die Schule wird für sie wohl ein ewiger Wunschtraum bleiben. Doch wer nicht lesen und schreiben kann, hat keine Chance auf ein besseres Leben. Für Kinder, die zur indigenen Bevölkerung von Costa Rica gehören, ist das doppelt schlimm. Sie sind aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit schon von Geburt an benachteiligt.



Zehn Stunden Arbeit am Tag und kaum was zu essen sind ganz normal für die Coffee Kids in Costa Rica. Diese Ausbeutung hat Folgen für die Entwicklung und die Gesundheit der Kinder. Sie sind viel anfälliger für alle möglichen Krankheiten wie Kinder, die genügend zu essen bekommen.

 



 

Fast die Hälfte aller Kinderabeiter in Costa Rica arbeiten in der Landwirtschaft. Im Süden des Landes, in der Umgebung des Städtchens San Vito heißt das, sie gehören zu den unsichtbaren Coffee Kids. Geld kriegen sie keines für ihre Arbeit. Das kassieren ihre Väter, wenn es samstags ausbezahlt wird. Und bis Sonntag ist das meiste in Alkohol umgesetzt.



Viele Familien, die im Süden Costa Ricas auf den Kaffeefeldern arbeiten, kommen als Saisonarbeiter aus dem benachbarten Panama. Sie gehören zum Volk der Ngobe-Bugle. Von September bis Februar pflücken sie die reifen Kaffeekirschen von den Sträuchern. Die Familien hausen mehr als ärmlich am Rande der Felder.

 


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